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29-05-2009
Deutscher Fußball nutzt Entwicklungschance in China nicht
Chinese Sports Barometer zeigt große Defizite in Bekanntheitsgrad des Deutschen Fußballs

Schriesheim/Beijing. Erneut weist die von Global MMK und CSM Media Research China erhobene Sportmarktforschungsanalyse die Schwächen des deutschen Fußballs in Asiens Mitte auf. Auf der breiten medialen Plattform des chinesischen TV-Marktes ist der deutsche Fußball noch wenig vertreten. Vorwiegend der überregionale Sender CCTV5, der einzige Sender Chinas, der in allen Regionen ausgestrahlt wird, zeigt Spiele der Bundesliga. „Das verhindert eine schnelle Ausbreitung des Produktes der DFL auf dem chinesischen Markt. Es reicht nicht nur, den größten Sender des Landes als Partner zu haben, sondern man muss bis auf City-Channel-Ebene herunter gehen, um auf dem chinesischen TV-Markt etwas erreichen zu können“, so Yafang Zhou, Head of Asia von Global MMK.

Von der Randposition bis zum Exportschlager in China ist es noch ein weiter Weg für den deutschen Fußball. Erste positive Anzeichen zeigt die Anzahl der übertragenen Spiele im chinesischen Fernsehen: Im Zeitraum vom 31.08.2008 bis zum 30.04.2009 wurden 61 Spiele übertragen, die länger als eine Stunde über den Äther flimmerten und 45 Millionen Zuschauer verfolgten Begegnungen der Bundesligisten im Fernsehen. „Allerdings erreichen andere Sportarten oder auch Ligen diese Werte mit weitaus weniger übertragenen Partien“, so Pierre Justo, Direktor CSM Media Research. Top-Werte für den deutschen Fußball erreicht die Partie FC Bayern München gegen den VfL Wolfsburg (2,89 Millionen Zuschauer am 25.10.2008) und die Partie Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen (2,7 millionen Zuschauer am 31.01.2009).

Nicht nur die Übertragungsrate des deutschen Fußballs ist, im Vergleich zu anderen exportierten Sportarten, vergleichsweise gering, auch die Bekanntheit der deutschen Teams deutet auf Aufholbedarf hin. 55 Prozent der Befragten Chinesen ist der FC Bayern München bekannt, dadurch erreicht der Club die Spitzenreiterposition in der Awareness. Der Zweitbekannteste Club ist der Hamburger SV, mit nur 3,3 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich, wenn nach dem Namen einer Bundesligamannschaft gefragt wird. 27,7 Prozent der in zwölf verschiedenen Regionen Chinas Interviewten 2.227 Personen, kennen zumindest einen deutschen Bundesligaclub. Auch hier steht der FC Bayern München mit 84,3 Prozent an der Spitze, gefolgt vom Hamburger SV, mit mehr als 60 Prozent Abstand.

„Betrachtet man, wie sich die Bekanntheit der Bundesliga in China entwickelt hat, so kann eine Steigerung zum Erhebungsjahr 2007 von ungefähr vier bis fünf Prozent aufgezeigt werden. Allerdings stieg gleichzeitig das allgemeine Interesse der Chinesen an dem Thema Fußball“ so Marc Rapparlié, Geschäftsführer von Global MMK. „Auch für das Jahr 2008 können wir wieder feststellen, dass der deutsche Fußball in China ein großes Potential hat, das derzeit nicht ausgereizt wird“, so der Medienexperte.

Gerne informieren wir Sie detailliert über das Chinese Sports Barometer.

Ansprechpartner
Global MMK GmbH
Marc Rapparlié
Werner-von-Siemens-Str. 15
69198 Schriesheim
Telefon: 06203/955083-0
Fax: 06203/955083-9
E-Mail: marc.rapparlie@global-mmk.com
Internet: www.global-mmk.com


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